FUSO.MA

FUSO.MA Vortragsabend 2019

Am Mittwoch, den 25.09.2019, hat FUSO.MA e.V. zum ersten Mal zu einer Vortragsveranstaltung ins Mannheimer Barockschloss eingeladen. Unter dem Titel “Joint Forces for Sustainability – Experten berichten von der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Nonprofits und dem öffentlichen Sektor zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele” beleuchteten Dr. Alexander Pinz (Lehrstuhl für ABWL, Public und Nonprofit Management) und Jette Altmann (GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

Nachhaltigkeitsziele, SDGs oder Sustainable Development Goals – die 17 von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung sind in aller Munde. Dabei stellt die Bildung von Partnerschaften zur Erreichung dieser Ziele wiederum ein eigenes Ziel (Ziel Nr. 17) dar. Der Vortragsabend gab sowohl Einblicke aus der wissenschaftlichen Perspektive als auch aus der Praxis, wie nachhaltige Entwicklung verwirklicht werden kann und welche Chancen und Herausforderungen sich für intersektorale Partnerschaften dabei ergeben können.

Der Abend startete mit dem Vortrag von Dr. Alexander Pinz, der sich drei Leitfragen überlegt hatte: Was sind intersektorale Partnerschaften? Welche Rolle spielen Vermittler in intersektoralen Partnerschaften? Welchen Beitrag leisten intersektorale Partnerschaften zu nachhaltiger Entwicklung? Mit der ersten Frage nach der Definition intersektoraler Partnerschaften schuf er die theoretische Grundlage, auf der die nachfolgenden Fragen aufbauten. Als zentrales Element einer intersektoralen Partnerschaft stellte er dabei die Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ein gemeinsames Ziel heraus. Vermittlerorganisationen oder auch vermittelnde Individuen können dabei helfen, die richtigen Partner zusammenzubringen und die verschiedenen Interessen, die Nonprofit-Organisationen, Unternehmen und die öffentliche Hand haben können, miteinander in Einklang zu bringen. Auf die letzte und spannendste Frage konnte Dr. Alexander Pinz leider keine Antwort geben: Tatsächlich hinkt die Wissenschaft in der Evaluation intersektoraler Partnerschaften hinterher. Sicher ist, dass es in der Zukunft diesbezüglich noch ein weites Forschungsfeld zu erschließen gilt.

Nach der theoretischen Einleitung in das Thema durch Dr. Alexander Pinz gab Jette Altmann von der GIZ einen Einblick in die Praxis. Zunächst stellte sie die GIZ vor, die weltweit in 130 Ländern aktiv ist. Die GIZ setzt Projekte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in verschiedenen Themenfeldern um. Auftraggeber sind dabei unter Anderem die Bundesregierung oder Institutionen der EU. Im Verlauf des Vortrags ging Jette Altmann näher auf die Zusammenarbeit der GIZ mit der Privatwirschaft ein. Dabei stellte sie konkret zwei Projekte der GIZ vor. Bei dem einen Projekt handelte es sich um das gemeinsame Wirken der GIZ mit der Bill & Melinda Gates Foundation zur Bekämpfung von Müttersterblichkeit in Malawi. Vor allem für die Studierenden im Publikum war es interessant, dass Jette Altmann auch etwas zu ihrem Alltag als Junior-Beraterin bei der GIZ erzählte.

Nach den beiden Vorträgen gab es noch genug Raum für Fragen, den das Publikum gerne genutzt hat. Beim anschließenden Get-together gab es außerdem die Möglichkeit, noch einmal persönlich mit den Vortragenden in Kontakt zu treten. Alles in allem war es ein spannender, inspirierender und rundum gelungener Abend, den wir mit einem Dank an die Vortragenden und das interessierte Publikum in guter Erinnerung behalten werden.